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Marcel wurde am 22. Februar 1958 in Wettingen geboren. Zwei Jahre später bekommt er einen kleinen Bruder: Peter. Durch die Fussballtrainerkarriere seines Vaters zieht es die junge Familie 1960 nach Wohlen, wo Marcel aufwächst und die Liebe zum Sport kennenlernt. Während der Primar- und Bezirksschule spielt er bereits als Junior erfolgreich Fussball. Obwohl er sich auch als Hockeyspieler versuchte, träumte Marcel immer von einer Profi-Fussballkarriere. 1975 – nach langer und schwerer Krankheit – verstarb leider sein lieber Vater und Mentor René viel zu früh, mit nur 47 Jahren. Das war für Marcel so prägend, dass er die Profikarriere im Fussball nicht mehr weiterverfolgte. Er entschied sich für eine Lehre als Hochbauzeichner und Maurer, doch seine Begeisterung für den Sport liess ihn nicht los. Mit seinem Arbeitskollegen Roland Zehnder wagte er mit nur 22 Jahren den Sprung in die Selbständigkeit und eröffnete als einer der ersten ein Fitnesscenter im Tenniscenter Wase Birrhard: das Vitasport, wo er auch seine ersten Tennisstunden nahm. Ein paar Jahre später folgte eine zweite Filiale im Brugg.

Sein Lebensmittelpunkt aber blieb immer Wohlen, wo er auch seine Frau Steffi kennenlernte. 1986 – mit 28 Jahren - wird Marcel zum ersten Mal Vater einer kleinen Tochter: Raphaela. Drei Jahre später kommt sein Sohn Marco auf die Welt. Obwohl die Ehe nach 10 Jahren geschieden wird, bleiben sie gute Freunde und Marcel ein liebevoller Vater.

Vor 10 Jahren entschloss sich Marcel ein weiteres Fitnesscenter in Anglikon zu eröffnen, welches er als Familienbetrieb mit seinem Bruder Peter und Marlis erfolgreich führte. Auch seine Mutter Ruth war ihm eine grosse Unterstützung und sie kümmerte sich liebevoll um das Center. Seine spontane und direkte Art war bei vielen sehr beliebt, er konnte wunderbar auf die Menschen zugehen und wusste immer eine witzige Geschichte zu erzählen. Im Fitnesscenter war er nicht nur berüchtigt für seine Spinninglektionen, sondern auch für seine „frechen“ Sprüche. Aber durch seine offene und herzliche Art konnte ihm das niemand übel nehmen, im Gegenteil, sein Freundeskreis vergrösserte sich stetig und er war überall sehr beliebt und willkommen.

Seine grosse Leidenschaft aber war der Sport – welcher er bis zu seinem Tod mit Hingabe betrieb. Über 30 Jahre spielte er an verschiedenen Orten und Ligen Fussball, später setzte er sich als Juniorentrainer ein bis er vor ein paar Jahren die Begeisterung für den Tennissport wieder entdeckte. Er trat in den Tennisclub Bünzmatt ein und später begann er seine Tenniskarriere im Tennisclub Niedermatten als Senior in der Nationalliga B. Der Tennissport brachte ihm viele neue, wunderbare Freundschaften. Auch die Ferien verbrachte er jeweils sportlich, ein Tennisplatz durfte auf keinen Fall fehlen.

Ende 2005 kam der grosse Schock, bei Marcel wurde ein bösartiger Nierentumor entdeckt. Aber auch diese Krankheit besiegte er erfolgreich. Zuversicht und Liebe bekam er in dieser schweren Zeit nicht nur durch seine Familie, sondern auch Monique, seine Freundin, leistete ihm liebevoll Beistand. Seine positive Lebenseinstellung und die Liebe zum Sport prägten seine letzten Jahre. Auch wenn seine Gesundheit etwas angeschlagen war, liess er sich nicht beeinträchtigen. Er genoss sein Leben, seine Freunde, seinen Sport und seine Familie. Sein letztes Wochenende verbrachte er mit seinen Freunden und Bekannten am Allrad Musikfestival in Wohlen – es war ein schöner Abschied für alle.

Ein paar Tage vor seinem Tod fühlte er sich erschöpft und müde. Trotzdem spielte er vor zwei Wochen einen Tennismatch in Muri, die Leidenschaft war eben grösser. Er erlitt einen Schwächeanfall, worauf er ins Spital eingeliefert wurde. Doch die Untersuchungen brachten nichts hervor, auch der Besuch beim Hausarzt ein paar Tage vor dem Tod konnten leider die sich anbahnende Tragödie nicht erkennen.

Am Montagmorgen, 6. September verstarb er leider ganz unerwartet an einem Herzversagen.

Wir sind unglaublich traurig.

Anabolika
Wir danken von Herzen
Lebenslauf von MarcelWir danken von Herzen